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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Expertenrunde zur Germanwings-Katastrophe

Bielefeld (ots) - Es kreißte der Berg und gebar eine Maus. Nicht anders ist das Zwischenergebnis der Experten nach der Germanwings-Katastrophe zu beurteilen. Die Idee, die Anlaufstellen für Piloten mit psychischen Problemen zu stärken, ist armselig. Die Möglichkeit, sich psychisch beraten zu lassen, sich Hilfe zu holen, haben Piloten - so wie alle anderen Bürger auch - schon jetzt. Doch wird bei einem Flugzeugführer eine Erkrankung dieser Art diagnostiziert, muss er damit rechnen, zumindest vorübergehend aus dem Cockpit verbannt zu werden. Zudem muss er mit einem entsprechenden Vermerk in seinen Papieren leben, wird in Zukunft kritischer beäugt wenn es bei der medizinischen Beurteilung um die Verlängerung seiner Pilotenlizenz geht. Das ging auch Andreas Lubitz so. Der Co-Pilot der Germanwings-Maschine war wegen diverser Probleme auch psychischer Art bei Dutzenden von Ärzten - und riss dennoch 149 Menschen mit sich in den Tod. Keine der Untersuchungen und Beratungen hat das verhindert. Nein, die Anlaufstellen müssen nicht gestärkt, sondern die Untersuchungen müssen verbessert werden. Nur wenn genauer hingeschaut wird, können Risiken erkannt und Betroffene rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden.

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