Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Griechenland

Bielefeld (ots) - Griechenland verliert. Egal wie die Auseinandersetzungen am Ende ausgehen - das Land hat unter dem Krach zwischen seiner Regierung und den Geldgebern gelitten. Vier Monate lang versäumte man, die Aufbauarbeit anzupacken und verwickelte sich dafür in ideologische Spielchen mit einer Gemeinschaft, die bereit war, alles zu tun, um den Hellenen auf die Füße zu helfen. Man mag ja der Meinung sein, dass die Rettungsbemühungen von Anfang falsch konstruiert worden waren. Aber es fällt schwer, dieses Argument durchzuhalten, weil die europäische Krisenpolitik in anderen Ländern mit gleichen Problemen wirkte. Premier Alexis Tsipras und seine Minister wollten pokern, am Ende sogar einen Verzicht auf die Rückzahlung von mehr als 240 Milliarden Euro Schulden erreichen - ohne dafür das Land neu ordnen zu müssen. Man braucht nicht viel Fantasie, um erahnen zu können, dass es dafür keine Unterstützung gab. Tsipras ist gewählt worden, weil er anders als seine Vorgänger sein wollte, weil die Menschen ihm vertraut haben. Er wollte den Staat wieder zu einem ausufernden Sozialwesen mit umfassender Absicherung für die Bürger machen. Das konnten die Euro-Partner und die übrigen Geldgeber nicht durchgehen lassen. Tsipras hat seinem Land geschadet.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: