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Westfalen-Blatt: zur Blatter-Wahl

Bielefeld (ots) - Der Fußball-Weltverband ist umzingelt, bedrängt, runtergeputzt worden wie nie zuvor. Es gibt Ermittlungen in mehreren schwerkriminellen Angelegenheiten. Das Selbstausmisten läuft leidlich, und der Chef vom Ganzen befindet sich im Zustand anhaltender Dickfelligkeit. Nichts zu machen. Auch die Aufrufe zum Rücktritt aus Politik und Wirtschaft prallten an Joseph Blatter ab. Gut, sie haben ihn nicht im ersten Wahlgang durchgewinkt. Aber danach stieg der Herausforderer aus. Die Chance zum Neuanfang ist dahin, weil das System des Schweizers dies nicht duldet. Ob Dschibuti oder Deutschland, Eritrea oder England, Fidschi oder Frankreich - jeder ist gleichberechtigt. Viele der Miniatur-Verbände schlagen sich auf die Seite ihres Gönners Blatter, den sie im Gegenzug unterstützen, wenn es wieder etwas abzusegnen gilt. Fast lächerlich ist der Einfluss Europas. Eine Revolte haben sie dort nicht hinbekommen. Vielleicht passiert jetzt noch etwas, ein Miteinander unter Blatter kann es nicht länger geben. Doch muss wohl bedacht werden, dass Oppositionelle auch nicht immer dem Reinheitsgebot entsprechen. Über allem stehen die Fragen: Wie unkaputtbar ist der Fußball? Kann es überhaupt passieren, dass sich die Fans abwenden? Vorstellen mag man sich das nicht.

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