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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Stiftung Warentest

Bielefeld (ots) - Die Stiftung Warentest hatte einen guten Ruf. Egal, ob ein neuer Staubsauger, eine Waschmaschine oder ein Flachbildschirm angeschafft werden soll: Ein »Mangelhaft« bewirkte, dass ein Gerät fast nicht mehr verkäuflich war. Umgekehrt gab es keine bessere Werbung als ein »Sehr gut« der Berliner Tester. In jüngster Zeit aber leidet der gute Ruf der Stiftung. Namen wie Ritter Sport und nun Carolinen stehen für grobe Fehler. Woher kommt's? Als Einrichtung, die sich teils aus Steuermitteln finanziert, steht die Stiftung Warentest unter Rechtfertigungsdruck. Zu Ökotest, ADAC und anderen Konkurrenten kommen in jüngster Zeit die sozialen Medien als - oft allerdings auch fragwürdige - Informationsquelle für Verbraucher. Da machen sich negative Schlagzeilen gut. Je reiner, desto größer das Echo in den Medien. Zu Sommerbeginn bietet sich Mineralwasser an. Verfeinerte Messmethoden machen es einfach, irgendetwas zu finden. Auch wenn das von den gesetzlichen Grenzwerten weit entfernt und überhaupt nicht gesundheitsschädlich ist: Die Schlussfolgerungen haben es in sich. Babys und immungeschwächte Erwachsene sollen das Wasser nur abgekocht trinken. Welch ein Unsinn! Wer alles absolut keimfrei möchte, wird sein Leben freudlos im Vakuum zu Ende bringen.

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