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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Aufschub für Griechenland

Bielefeld (ots) - Der Bundestag gibt der griechischen Regierung vier Monate Reformaufschub. Die Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms ist teuer. Deutschland zahlt mit der wertvollsten Währung: Vertrauen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat den Glauben an eine Rettung Griechenlands längst verloren. Das Spiel auf Zeit ist riskant, weil es Tsipras und Varoufakis in ihrem Kurs bestärkt. Solange sich der griechische Lebensstandard nicht der Leistungsfähigkeit des Landes anpasst, ist kein Problem gelöst.

Was soll sich bis Ende Juni ändern, das die Lage verbessern könnte? Nicht nur Experten rechnen damit, dass die Regierung in Athen im Sommer ein drittes Rettungspaket braucht und auch bekommt. Dann fiele eine Mehrheit im Bundestag gewiss geringer aus als jetzt. Die Zustimmung war groß, aber viele Abgeordnete waren alles andere als überzeugt. Wenn es in vier Monaten im Parlament zum Schwur kommen sollte, müssten Angela Merkel und Wolfgang Schäuble im Vorfeld schon das ganz große Staatstheater aufführen: eine griechische Tragödie über die Rettung des Euros und Europas.

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