Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Papst Franziskus

Bielefeld (ots) - Ein Klaps hat noch keinem geschadet. Diese Meinung ist weit verbreitet. Richtiger wird sie dadurch nicht. Deswegen wäre es schön gewesen, der Papst hätte den Weg hin zu gewaltfreier Erziehung nicht schwieriger gemacht. Dieser Weg ist mühsam genug und - Gesetze hin oder her - selbst in unserer vergleichsweise modernen Gesellschaft noch nicht bewältigt. Fand der Papst es nicht erst neulich richtig, auf eine Beleidigung der Mutter mit Schlägen zu antworten? Ja, das hat er getan. Soll man in solchen Äußerungen einen Zusammenhang sehen; spricht der Papst nun der Gewalt das Wort? Die Öffentlichkeit muss sich wohl noch gewöhnen an den Kommunikationsstil dieses Kirchenoberhaupts, das so sehr auf Volksnähe setzt. Wer da wie eingeübt jedes Papstwort auf die Goldwaage legt, bleibt schon mal irritiert zurück. Verhindern kann das nur der Papst selbst, indem er sich unmissverständlich ausdrückt. Das würde den Bemühungen vieler Katholiken entgegenkommen, die sich nach den Missbrauchsvorwürfen um eine in jeder Hinsicht einwandfreie Haltung ihrer Kirche gerade gegenüber Kindern bemühen.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: