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Westfalen-Blatt: zu Griechenland

Bielefeld (ots) - Erstaunt, fast schon erschrocken reibt sich Europa die Augen. Man weigert sich zu glauben, welch unsägliches Chaos die neue griechische Regierung seit ihrer Wahl angerichtet hat. Spätestens mit seinem Besuch in Brüssel dürfte Athens Regierungschef Alexis Tsipras wieder auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet sein. Denn neben ein paar Nettigkeiten hat der neue Regierungschef vor allem eines gehört: Einen Schuldenschnitt gibt es nicht. Und: Arbeitet weiter an euren Reformen. Griechenlands Krise ruft nach einer Lösung. Es grenzt fast schon an ein Wunder, dass das Land noch nicht von sozialen Unruhen erstickt wurde. Aber es waren weder die Troika noch die Geldgeber, die das Land in diese Schieflage getrieben haben. Athen kann weder ohne noch gegen die Partner einen Neuanfang schaffen. Dennoch werden sich auch die EU und die Währungsunion mehr Mühe geben müssen. Was bisher geleistet wurde, ist immens, aber es reicht nicht. Dass das 315-Milliarden-Investitionsprogramm noch Monate braucht, ehe die ersten Euros fließen, kann nicht sein. Nicht nur Athen hat keine Zeit mehr.

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