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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum geplanten Entgeltgleichheitsgesetz

Bielefeld (ots) - Die Unternehmer in Deutschland beklagen eine wuchernde Bürokratie. Zurzeit nerven sie die Folgen der Einführung des Mindestlohns zum 1. Januar, denn die damit verbundenen Dokumentationspflichten sorgen für zusätzliche Papierstapel. Damit nicht genug, bekommen die Buchhalter vermutlich noch mehr zu tun. Von 2016 an müssten sie bei Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern offenlegen, wenn das Entgeltgleichheitsgesetz Realität werden sollte. Natürlich ist es nicht einzusehen, warum Frauen mit gleicher Qualifikation und Berufserfahrung weniger verdienen als Männer. Das ist schlicht ungerecht. Ein Entgeltgleichheitsgesetz ergibt durchaus Sinn, sollte aber gleichzeitig nicht den bürokratischen Aufwand unnötig vergrößern und dazu führen, dass Firmen an den Pranger gestellt werden. Das bringt Frauen keinen Euro mehr. Bund und Länder haben genügend Möglichkeiten, auf die Unternehmen einzuwirken, damit sie für gerechte Verhältnisse auf dem Lohnzettel sorgen. Das müssen die Firmen ohnehin, wollen sie nicht den Wettbewerb um Fachkräfte verlieren.

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