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Westfalen-Blatt: zum teuren Franken

Bielefeld (ots) - Nun herrscht zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro also nahezu Parität: Ein Franken kostet ein Euro und damit etwa 20 Prozent mehr als noch am Tag zuvor. Das einzig Gute daran: mühsames Umrechnen entfällt. Ansonsten ist der Schritt der Schweizer Notenbank, der gestern wie ein Donnerwetter die Märkte überraschte, kein gutes Zeichen - jedenfalls nicht aus Sicht der Euroländer. Einmal mehr wird deutlich, wie sehr der Euro als Folge der Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) zuletzt unter Druck geraten ist. Womöglich wird es nicht mehr lange dauern, bis auch zwischen Dollar und Euro Parität herrscht. Diesen Wertverlust des Euro wollen die Eidgenossen nicht mehr länger ertragen - und stellen ihre Unterstützungskäufe zur Sicherung des Mindestkurses ein. Das trifft die exportorientierte Wirtschaft im Land, deren Produkte teurer werden, ebenso wie den Tourismus. Urlaub in der Schweiz wird zum Luxus. Die Schweiz schadet sich selbst. Von Bedeutung ist aber auch das grundsätzliche Signal, das die Schweizer Notenbank sendet: Sie kehrt der Eurozone den Rücken zu. Quo vadis, armer Euro?

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