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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Freigänger Hoeneß

Bielefeld (ots) - Bevorzugung, Promi-Rabatt, Bayern-München-Bonus - Vorwürfe dieser Art sind im Fall des Freigängers Uli Hoeneß fehl am Platz. Der ehemalige Präsident des Fußballklubs ist nach seiner Steuerhinterziehung in einem ordentlichen Gerichtsverfahren verurteilt worden. So wie andere Straftäter auch. Und so wie denen muss auch Hoeneß das Recht zugebilligt werden, in den Genuss von Lockerungen im Strafvollzug zu kommen, die nun einmal gesetzlich vorgesehen sind. Dazu zählt der Freigang. Tagsüber muss Deutschlands wohl prominentester Häftling arbeiten - in der Jugendabteilung des FC Bayern -, die Nächte jedoch hinter Gittern verbringen. Vermutlich aber nicht mehr in Landsberg, sondern in einer Außenstelle bei Starnberg. Auch das ist eine Erleichterung für Uli Hoeneß, der als Ersttäter zudem darauf hoffen kann, bereits nach der Hälfte und nicht erst nach zwei Dritteln der Haftstrafe auf Bewährung freizukommen. Auch daran gibt es nichts zu kritisieren. Hoeneß ist verurteilt, hat Strafe be- und Steuern nachgezahlt, sitzt seine Haft ab. Vor allem die Zeit in der Zelle dürfte ihn geläutert haben.

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