Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Südlink-Stromtrasse/Tennet

Bielefeld (ots) - Netzbetreiber Tennet macht Ernst: Seit Freitag liegt der förmliche Antrag für die Planung der umstrittenen Südlink-Stromtrasse auf dem Tisch. Dieser Schritt kommt später als gedacht, aber nicht unerwartet. Ein Netzausbau ist notwendig, wenn Deutschland tatsächlich im Jahr 2022 aus der Atomenergie aussteigen und zudem mit immer weniger Kohle- und Gaskraftwerken auskommen will. Das gestehen selbst die schärfsten Kritiker der bisherigen Hauruck-Planung ein. Tennet hat sich in Sachen Bürgerbeteiligung bislang nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das Echo ist umso vernehmlicher, wie das neu geschmiedete Bündnis der von der Planung betroffenen Landkreise zeigt. Soll das Verfahren jetzt noch zu einem guten Ende gebracht werden, ist ein radkialer Neustart notwendig. Alle Planungsdaten müssen offengelegt, alle Einwände dokumentiert und bewertet werden. Ein wirklicher Dialog mit Politik und Bürgern kostet zwar Kraft und Zeit, doch am Ende führt daran kein Weg vorbei. Ansonsten wird um die Trasse noch geklagt, wenn der letzte Atommeiler längst abgeschaltet ist.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: