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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum ADAC

Bielefeld (ots) - Ein Verein ist der ADAC schon lange nur noch den Namen nach. Rund um die Keimzelle, den Autoclub, hat sich ein milliardenschwerer Wirtschaftskonzern gebildet, der unter anderem mit Versicherungen, Finanzdienstleistungen, Autovermietungen oder Reisen viel Geld verdient. Gestört hat das bis vor wenigen Monaten kaum jemand. Schließlich hatte sich der Club mit seinen gelben Engeln als rettende Helfer in der Not bei Pannen oder nach Unfällen einen so gut Ruf geschaffen, dass die Mitgliederzahlen Jahr für Jahr weiter stiegen. Dieses über Jahre aufgebaute Vertrauen hat der ADAC mit dem Skandal um die Fälschungen beim Autopreis »Gelber Engel« auf einen Schlag verspielt. Die Folge waren nicht nur Austritte. Das Amtsgericht München prüft seitdem auch, ob der ADAC die Voraussetzungen für den steuermindernden Vereinsstatus noch erfüllt. Weshalb aber erst jetzt? Die Entwicklung hätte viel früher Anlass gegeben, diesen Status zu untersuchen. Hier haben die Kontrollinstanzen klar versagt, zu lange die Augen zugedrückt. Auch deshalb kommt der ADAC mit den geplanten Umstrukturierungen zu spät.

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