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Westfalen-Blatt: zum Stresstest für Banken

Bielefeld (ots) - Nur 13 von 130 europaweit überprüften Banken sind auch heute noch unzureichend für Krisenzeiten gerüstet: Der Stresstest der Europäischen Zentralbank hätte schlimmer ausfallen können. Zwölf weitere Wackelkandidaten hatten sogar schon vor Veröffentlichung der Ergebnisse gehandelt und sich zusätzliches Kapital besorgt. Das zeigt, dass der Test tatsächlich etwas bewirkt hat. Der europäische Finanzmarkt ist ein wenig sicherer geworden. Mit Ausnahme Italiens und Griechenlands muss sich die europäische Politik kaum noch Stress wegen der Banken machen. Alles gut, also? Leider nein. Denn immer mehr Geld wandert ab zu den sogenannten Schattenbanken - das sind Fonds oder Zweckgesellschaften, die von den Banken eigens für riskante Geschäfte gegründet werden. Dieser graue Finanzmarkt entzieht sich strenger staatlicher Kontrolle - und springt dort ein, wo Banken wegen der neuen Kontrollen zurückschrecken. Zweistellige Renditen lassen sich auch in Zukunft nur mit erhöhtem Riskio erwirtschaften. Spekulation und Sicherheit schließen sich gegenseitig aus - ob mit oder ohne Stresstest.

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