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Westfalen-Blatt: Das WESTLFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Flüchtlinge

Bielefeld (ots) - Pragmatisch vor akribischJa, der Druck von schutzsuchenden Menschen ist angesichts der vielen Weltkrisen enorm. Aber, Deutschland steht nicht unbeweglich da. Es gibt den guten Willen zu helfen und es gibt Möglichkeiten.

Beim Flüchtlingsgipfel ging es gestern in Berlin deshalb nicht nur ums Geld, das im übrigen am 11. Dezember auf Chefebene reichlicher fließen dürfte als gestern möglich. Jetzt muss verhindert werden, dass sich Politik und Verwaltung bei der Bewältigung des Ansturms gegenseitig im Weg stehen. Ja, Massenunterkünfte in Gewerbegebieten führen langfristig zu Gettos. Dennoch sollten hier Vorschriften gelockert werden. Die Neuankömmlinge sind dankbar für jedes sichere Zimmer. Beim Brandschutz lässt sich nichts abstreichen, dennoch muss pragmatisch vor akribisch rangieren. Unbegleitete Kinder und traumatisierte Menschen brauchen nicht lange Debatten, sondern Hilfe und Verständnis.

Die Kirchen haben übrigens Vorschläge gemacht, wie jeder helfen kann - mit Gastfreundschaft und möglicherweise sogar einer Bleibe auf Zeit. Hier können die Bürger mehr bewegen als ihre Politiker.

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