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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Wowereits Rücktritt

Bielefeld (ots) - Nach einer beachtlichen Amtszeit von mehr als 13 Jahren macht Klaus Wowereit Schluss. Berlins Regierender Bürgermeister geht auf dem Tiefpunkt seiner politischen Laufbahn - und seiner Beliebtheitswerte. Der schillernde oberste Repräsentant der deutschen Hauptstadt hat diverse Zeitpunkte verpasst, um sein Amt einigermaßen würdig aufzugeben. Konsequenterweise hätte er im Frühjahr 2012 zurücktreten müssen - als das von ihm maßgeblich mitzuverantwortende Chaos rund um den Bau des Berliner Flughafens seinen Lauf nahm. Die typische West-Berliner Wurstigkeit hatte Wowereit von seinem Vorgänger Eberhard Diepgen (CDU) geerbt. Nach Persönlichkeiten wie Ernst Reuter, Willy Brandt und Richard von Weizsäcker begann mit Diepgen das Mittelmaß zu regieren. Und das dürfte sich auch nach der Ära Wowereit nicht ändern. Zwar wurden und werden immer wieder Namen großer Politiker genannt, wie vor den Wahlen 2011 Wolfgang Schäuble, doch die Nachfolge könnte im kleinen Karo enden. Wenn das passiert, dann sollten die Berliner dies bei Neuwahlen wenigstens selbst entscheiden.

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