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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "BND hört mit"

Bielefeld (ots) - Diesen Satz aus dem Oktober 2013 wird die Kanzlerin schon bereut haben: »Ausspähen unter Freunden - das geht gar nicht.« Geht doch, wie wir jetzt und die Amerikaner schon länger wissen. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat Telefongespräche der US-Außenministerin Hillary Clinton und später von John Kerry mitgeschnitten. Anders sieht es in der Türkei aus. Da will und kann sich die Bundesregierung nicht allein auf Informationen des Nato-Partners verlassen. Menschenhandel, Drogen- und Waffenschmuggel sowie lange Grenzen zu den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak begründen hier ein Tätigwerden des BND. Das ist wirklich keine Überraschung. Dass aber das Handy von Angela Merkel angezapft wurde, konnte der deutsche Geheimdienst nicht verhindern. Von einer massenhaften Ausspähung deutscher Bürger durch den US-Geheimdienst NSA wollte der damalige Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nichts wissen. Folglich fiel die Empörung in Berlin über die Amerikaner verdächtig maßvoll aus. Langsam werden die Gründe klar. Moralisch stehen deutsche und andere Spione auf einer Stufe.

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