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Westfalen-Blatt: zum Thema Depression

Bielefeld (ots) - Mobbing und Armut, Trennung der Eltern und schulischer Druck - laut Techniker Krankenkasse sind das die Hauptursachen für eine Depression bei Kindern und Jugendlichen. Nicht erklären kann das aber, warum sich in Deutschland die Zahl der Unter-15-Jährigen, die mit einer Depression stationär behandelt werden, in zwei Jahren verdoppelt hat. Die Gründe dafür liegen unter anderem in äußeren Umständen. Depression wird nicht mehr tabuisiert, wird besser und öfter behandelt. Die stationären Aufenthalte von jungen Menschen sind zwar mehr geworden, dafür aber oft auch kürzer, wie das Beispiel des Klinikums Lippe zeigt. Das lässt hoffen, dass die Behandlung wirkungsvoller geworden ist, intensiver. Gerade bei Kindern muss die Therapie umfassender sein. Ein Erwachsener lebt sein eigenes Leben. Kinder sind in ein familiäres, schulisches Umfeld eingebunden, das bei der Behandlung berücksichtigt werden muss - ein mühsames Unterfangen. Aber die Bemühungen, Depressionen bei jungen Menschen zu bekämpfen, können nicht groß genug sein. Wenn aus kranken Kindern erst kranke Erwachsene geworden sind, dann ist es meist zu spät.

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