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Westfalen-Blatt: zum Thema Waffenlieferungen

Bielefeld (ots) - Wenn die Diskussion um das Für und Wider deutscher Waffenlieferungen an die Kurden noch ein paar Tage dauert, hat sich der Streit erledigt. Tausende von Jesiden werden im Norden des Irak verdurstet und verhungert oder Opfer der islamistischen Terror-Milizen geworden sein. Bei jedem Gedenktag - Srebenica, Ruanda oder Somalia - warnen Politiker, dass sich Massaker dieser Art nie wiederholen dürften. Und was passiert? Nichts. Deutschland macht es sich oft einfach. Entweder sprechen das Grundgesetz oder irgendwelche Rüstungsexportrichtlinien gegen ein stärkeres Engagement. Die Linkspartei hat durchaus Recht, wenn sie sagt: Im Nahen und Mittleren Osten gibt es schon genug Waffen. Doch sie sind in falsche Hände geraten. Und richtig ist auch, dass die USA an den Verhältnissen im Irak eine große Mitverantwortung tragen. Dennoch darf die Welt nicht wegschauen, wenn bestens bewaffnete Terrorbanden hunderttausende Menschen mit dem Tod bedrohen. Wer den Kurden Waffen liefert, damit sie Christen, Jesiden und Schiiten schützen, kann einen Fehler machen. Nichts zu tun, wäre viel schlimmer.

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