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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur UBS

Bielefeld (ots) - Zahltag beim deutschen Fiskus: Die UBS überweist 300 Millionen Euro als Wiedergutmachung - oder Schweigegeld? - für ihre gewohnheitsmäßige Beihilfe zur Steuerhinterziehung reicher Deutscher. Reue war mit Sicherheit nicht das vorrangige Motiv für die Schweizer Großbank, um sich mit der Bochumer Staatsanwaltschaft zu einigen. Offensichtlich nagte das historische Erbe rechtlich und moralisch nicht nur am Renommée, sondern als Folge der geforderten Rückstellungen auch an der Bilanz der UBS. Immerhin zahlt das Züricher Institut kein kleines Geld. Es fließt das Doppelte der Summe, auf die sich 2011 die Credit Suisse verpflichtet hat, und das Sechsfache dessen, womit sich jeweils Julius Bär und die Liechtensteiner LGT freikauften. Nach der Rekordzahlung verliert der heftige Streit um ein Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz etwas an Brisanz. Während er tobte, hat die UBS hinter verschlossenen Türen, wie es Schweizer Bankensache ist, ihre Kundschaft offenbar zur Selbstanzeige gedrängt. 95 Prozent seien dem gefolgt. Für die hartnäckigen übrigen fünf Prozent wird die Zeit knapp.

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