Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Ukraine-Krise

Bielefeld (ots) - Niemand muss Mitleid mit Wladimir Putin haben. Aber zu beneiden ist der russische Präsident nicht. Seit dem mutmaßlichen Abschuss der Passagiermaschine erscheint die Ukraine-Krise in einem anderen Licht. Mussten erst 298 Menschen sterben, um den Blick auf die Verhältnisse in der Ostukraine zu klären und zu schärfen? Russlands Einfluss auf die Separatisten, ob durch Armee oder reiche Geldgeber, ist enorm. Ohne Waffen und Kämpfer aus M2oskau könnten die Milizen rund um Donezk zumindest nicht in dieser Form auftreten und agieren. Das wahrscheinlich größte Problem auf dem Weg zu einer friedlichen Lösung ist Putin selbst. Alles, das zu einer Waffenruhe oder Aufklärung der Flugzeugkatastrophe führen könnte, ist für den Machthaber im Kreml riskant - und wäre gleichbedeutend mit einem Gesichtsverlust. Ein Präsident, der als starker Mann handelt und sich als solcher verkauft, dürfte einiges in Kauf nehmen, um dies zu verhindern. Jedenfalls lässt die russische Propaganda vermuten, dass im Kreml die Vernunft noch nicht Einzug gehalten hat.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: