Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Medizinerausbildung

Bielefeld (ots) - Jahrelang war um die Arztausbildung gerungen worden. Schließlich ist OWL die einzige Region in NRW, in der junge Menschen nicht Medizin studieren können. Mit dem Bochumer Modell einer dezentralen Ausbildung soll jetzt effizient und vor allem zügig gegen den Ärztemangel auf dem Lande angegangen werden. So weit die Theorie. Ein Allheilmittel ist dieses Konzept aber nicht. Denn sind Studenten nach drei Jahren in Bochum bereit, das urbane Umfeld zu verlassen mit der Perspektive, in Petershagen, Lügde oder Beverungen Landarzt zu werden? Diese Frage stellten sich - reichlich spät - gestern mehrere heimische Politiker und redeten gleichzeitig einer romantischen Vorstellung von flächendeckend über ganz OWL verteilten Ausbildungsstandorten das Wort. Bei demnächst maximal vier universitären Kliniken eine Illusion. Räumliche Nähe ist ein entscheidendes Auswahlkriterium. Somit wird am Ende wohl alles auf die Häuser in den größeren Städten, vor allem Bielefeld, hinauslaufen. Den Arztmangel am Rande der Region wird dies kaum beheben. Hätte eine eigene Medizinfakultät in Bielefeld aber auch nicht.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: