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Westfalen-Blatt: zum Ruhrverband

Bielefeld (ots) - Weg vom Kirchturmdenken, hin zur städteübergreifenden Zusammenarbeit. Der Grundgedanke eines Kommunalverbandes war selten so aktuell wie in Zeiten leerer Kassen. Was der Ruhrverband allerdings für sich beansprucht und vom Land zugesprochen bekommen wird, muss zwangsläufig zum Nachbarschaftsstreit führen. Da wird für einen zugegeben gewichtigen Teil NRWs eine künstliche Verwaltungsebene aufgewertet, weil das Land offenbar meint, mit der bestehenden Struktur nicht klarzukommen. Natürlich steht auch die Absicht dahinter, kurz vor der Kommunalwahl noch einmal im Stammland der Sozialdemokratie punkten zu wollen. Damit nimmt die Regierung Kraft allerdings in Kauf, erneut das Vorurteil zu bestätigen, es mit dem Ruhrgebiet besser zu meinen als mit anderen Regionen. Zudem drängt sich der Verdacht auf, dass dies der erste Schritt zu einer grundlegenden Verwaltungsreform sein könnte mit der Dreiteilung in Rheinland, Ruhrgebiet, Rest-Westfalen. Doch Vorsicht: Mit der Abschaffung der fünf Bezirksregierungen war bereits CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers krachend gescheitert.

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