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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Turbo-Abitur

Bielefeld (ots) - Es ist ganz einfach eine Sache der Erfahrung. Eltern, Jugendliche und Lehrer können nach neun Jahren Schulalltag mit G 8 ganz genau einschätzen, dass es beim so genannten Turbo-Abitur hakt. Viele Familien können bei Geschwisterkindern vergleichen und erkennen, dass die G 8-Schüler unter höherem Druck stehen als die G 9-Schüler. In Niedersachsen hat die rot-grüne Landesregierung entschieden, zur gymnasialen Schulzeit von neun Jahren zurückzukehren. Das setzt Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen unter Druck. In NRW führen alle Gymnasien in acht Jahren zum Abitur. An Gesamtschulen und Berufskollegs können Schüler nach neun Jahren Abitur machen. Dass Bildungsministerin Sylvia Löhrmann diese Schulformen für die Vielfalt in Sachen Schulwahl anführt, wirkt zumindest verdächtig. Die Gymnasien auf acht Jahre festzunageln, könnte als Versuch gewertet werden, die Gesamtschulen mit neun Jahren Regelzeit attraktiver machen zu wollen. Es gibt in NRW genug Eltern, die beides für ihre Kinder wollen: Gymnasium und neun Jahre. So, wie es bis 2005 war und sich bewährt hat.

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