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Westfalen-Blatt: zum Ausbau der A2

Bielefeld (ots) - 77 Prozent der Güter in Deutschland werden auf der Straße transportiert, beim Personenverkehr dominiert das Auto mit noch höherer Quote. Damit ist klar, welche Priorität die Verkehrspolitiker in den vergangenen Jahren gesetzt haben und künftig wohl auch setzen werden - allen Forderungen nach Ausbau der Schienen- oder Wasserstraßennetze zum Trotz. Deshalb scheint eine Verbreiterung der A2 auf acht Spuren nur konsequent. Aber wäre sie auch sinnvoll? Fakt ist, dass die bestehende Infrastruktur verkommt. Bei Brücken, Straßen und Autobahnen gibt es in NRW einen gewaltigen Sanierungsstau. Wer nicht in der Lage ist, die existierenden Straßen zu erhalten, der sollte eigentlich nicht Milliarden in Neubauprojekte stecken. Das gilt für Bund und Land gleichermaßen. Zudem könnte sich ein Blick auf die demographische Entwicklung lohnen, um den Bedarf auch für spätere Generationen abzuklären. Ob und wenn ja, wann die A2 verbreitert wird, steht in den Sternen. Ein solches Projekt wird in Jahrzehnten umgesetzt. Der A30-Lückenschluss und die A33 lassen grüßen.

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