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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Janukowitsch

Bielefeld (ots) - Siehe da, nach zwei Monaten Zittern in eisiger Kälte spüren die Regierungsgegner in der Ukraine erstmals, dass ihr Protest doch etwas bewirken kann. Der Rückzug des Regierungschefs ist mehr als ein Bauernopfer, auch wenn Nikolai Arsarow nur relativ wenig zu sagen hat. Die wirkliche Macht hatte Präsident Viktor Janukowitsch nach seiner einigermaßen demokratischen Wahl 2010 in einer Art Verfassungsstreich auf Kosten von Parlament und Regierung an sich gerissen. Damit bleibt das Hauptproblem bestehen. Auf dem Maidanplatz ist die Sache ohnehin klar: Janukowitsch muss weg. Der Weg dahin führt wieder über Wahlen, die im kommenden Jahr fällig sind, die Janukowitsch aber auch auf den Oktober vorziehen könnte. Das verlangen die Oppositionsparteien um Vitali Klitschko. So oder so hat der Präsident Zeit gewonnen. Er könnte versucht sein, sich erneut aus der Zwangslage herauszuwinden. Die Opposition muss dagegen fürchten, dass sie den Druck kaum über ein halbes und schon gar nicht über ein ganzes Jahr aufrechterhalten kann.

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