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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Preisabsprachen beim Bier

Bielefeld (ots) - Als die Bierbranche zwischen den Jahren 2006 und 2008 ihre geheimen Preisabsprachen einstielte, lag gerade eine längere Durststrecke ohne größere Erhöhung der Preise hinter ihr. Die Nervosität war groß, dass die Umsätze weiter in den Keller gehen. Für manche Unternehmen lag da offenbar eine Absprache der Preise nahe. Doch diese Entscheidung rächt sich jetzt. Bei Flaschenbier soll eine Preiserhöhung für den Kasten Bier um einen Euro vereinbart worden sein, für Fassbier gab es Absprachen über Preiserhöhungen von jeweils fünf bis sieben Euro pro Hektoliter. Die Gewinne, die die Unternehmen dadurch erzielten, haben sie auf Kosten der Verbraucher gemacht. Der Bierkonzern Anheuser-Bush Inbev (Becks), der den Stein damals ins Rollen brachte und ebenfalls prächtig mitverdiente, rühmt sich nun, die Verstöße aufgrund neuer interner Verhaltensregeln aufgedeckt zu haben. Doch der Verdacht liegt nahe, dass der Konzern sich die Kronzeugenregelung zu nutze machen wollte, um einem Bußgeld zu entgehen. Das zahlen nun die Privatbrauereien. Doch eines ist klar: Sie werden daran nicht zugrunde gehen.

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