Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Kinofilm über Natascha Kampusch

Bielefeld (ots) - Warum nur? Warum tut sich Natascha Kampusch das an? Interviews, Talkshows, Buch und jetzt der Film, in dem erstmals auch der sexuelle Missbrauch, die Vergewaltigungen thematisiert werden. Angefeindet wird das Entführungsopfer deshalb vor allem in ihrer Heimat Österreich. Die, die ihr nicht wohlgesinnt sind, werfen ihr vor, schamlos den Voyeurismus der Menschen zu nutzen, um sich die Taschen zu füllen. Sie selbst sieht das anders. Für Natascha Kampusch ist es vermutlich die einzige Art, mit ihrer Vergangenheit umzugehen, sie zu verarbeiten - wenn das überhaupt möglich sein kann. Das Wichtigste dabei dürfte für die junge Frau sein, die Fäden in der Hand zu halten, zu bestimmen, was über sie preisgegeben wird. Nach achteinhalb Jahren Geiselhaft ohne die geringste Chance auf Selbstbestimmung, ohne zu wissen, was die nächste Stunde, der nächste Tag bringt, ist das nur allzu verständlich.

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