Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Lebensmittelskandal

Bielefeld (ots) - Wie gut, dass gerade Fastenzeit ist! Den Verbrauchern schlägt derzeit ein Lebensmittelskandal nach dem anderen auf den Magen. Zwar gefährden weder das Pferdefleisch in Lasagne noch die Hühnerzucht auf zu kleinem Raum an sich schon die Gesundheit der Verbraucher. Doch dass die von krimineller Energie getriebenen falschen Deklarationen auf den Verpackungen so lange unentdeckt bleiben konnten, wird das Vertrauen lange erschüttern. Noch aber ist unklar, wie die Kunden reagieren. Schlecht wäre ein Verhalten nach dem Motto: »Ist doch alles Lug und Trug. Da rechne ich lieber gleich mit dem Schlimmsten und kaufe das billigste.« Schlecht wäre diese Reaktion, weil Essen einfach zu wichtig ist. Stattdessen sind die Behörden gefordert. Es führt kein Weg mehr an häufigeren und schärferen Kontrollen vorbei. Weil das aber auch die Mehrheit der korrekt handelnden Betriebe trifft, müssen die Betrüger entsprechend hart bestraft werden. Und wir Verbraucher? Wir sollten den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern im Gegenteil noch genauer hinschauen. Ich jedenfalls weiß, wo ich meine Ostereier wieder kaufen werde.

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