Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu ausländischen Fachkräften

Bielefeld (ots) - Na so was! Da erhalten deutsche Behörden wider Erwarten Bestnoten, weil sie Einwandereranträge zügig und vergleichsweise wohlwollend bearbeiten. Dennoch bleiben die ausländischen Fachkräfte fern. Experten haben allerdings frühzeitig gewarnt, dass der Schalter in der Einwanderungspolitik nicht von heute auf morgen umgelegt werden kann. Vorurteile haben eine lange Lebensdauer - nicht nur in Deutschland. Ein Satz wie »Kinder statt Inder« hat sich nicht nur ins Gedächtnis von Indern eingebrannt. Deutschland hat beim Wettbewerb um ausländische Spezialisten einen grundsätzlichen Nachteil: die deutsche Sprache. Es ist richtig, dass ihre Kenntnis zur Bedingung gemacht wird. Aber warum ist dann das Lehrangebot weltweit in den Goethe-Instituten eher abgebaut worden? Gerade Asiaten, die oft früh Englisch lernen, bevorzugen Länder wie England, USA, Kanada und Australien - nicht nur wegen der Sprache, sondern auch, weil sie dort auf Einwanderergruppen aus der Heimat treffen, die sich schon eingelebt haben. Darauf gibt es nur eine Antwort: Die deutsche Politik und Wirtschaft müssen sich besonders bemühen.

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