Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Ärztemangel

Bielefeld (ots) - Die Planwirtschaft hat ausgedient. Aber ganz ohne Steuerung ist der Ärztemangel in Deutschland kaum in den Griff zu kriegen. Die Abschaffung der Residenzpflicht kann dazu beitragen, dass junge Mediziner ihre Praxis nicht nur im nahen Umkreis ihres Studienortes, sondern auch in der Senne oder am Teutoburger Wald eröffnen. Verdienstmöglichkeit, Arbeitszeit und Wohnqualität - das sind wichtige Kriterien bei der Standortwahl. Den ersten Punkt können die Selbstverwaltungsorgane der Ärzte mitbestimmen, indem sie die Honorare unter den Ärztegruppen verteilen. Die Arbeitszeit eines Hausarztes mit eigener Praxis kann aufgrund langer Anfahrtszeiten ein Problem sein. Aber die Organisation eines Notarztsystems sorgt hier für eine Entlastung. Bleibt das soziale Umfeld einer Arztfamilie: Weiterführende Schulen gibt es überall. Selbst wenn es bis zum nächsten Theater oder Schwimmbad eine halbe Stunde dauert - in Berlin oder München wäre das kein Drama. Die Kommunen müssen aktiv werden, und an den Medizinunis um die jungen Ärzte werben. Auch hier gilt: Wettbewerb hilft.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Das könnte Sie auch interessieren: