Westfalen-Blatt: Bundesliga-Geschäftsführer nennt Handballbund unprofessionell

Bielefeld (ots) - Im Konflikt zwischen dem Deutschen Handball-Bund (DHB) und der Handball-Bundesliga (HBL) geht es unter anderem um überlastete Spieler und mangelnde Möglichkeiten der Vorbereitung für die Nationalmannschaft. Jetzt gießt HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann Öl ins Feuer. Gegenüber dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Freitagsausgabe) beklagte er mangelnde Professionalität in der DHB-Spitze. Bohmann: "Der DHB muss sich fundamental ändern. Die Strukturen sowie das Hauptamt müssen professionalisiert werden. Nur so gelingt es, sich mit dem Markt sportlich und wirtschaftlich auseinanderzusetzen." Derzeit fehle es an einer strukturellen Öffentlichkeitsarbeit, systematischem Marketing und einer nachvollziehbaren Markenpositionierung.

Für Bohmann sind die Strukturen so verkrustet, dass nicht einmal Weltmeistertrainer Heiner Brand sie aufbrechen könne. Bohmann: "Heiner Brand ist extrem wertvoll für den Handball. Insbesondere als Repräsentant, als Person, der wichtige Partner binden kann. Aber auch er kann nur so gut sein, wie das Team, das hinter ihm arbeitet. Und das gibt es derzeit nicht. Matthias Sammer war beim DFB in vergleichbarer Situation und wäre nicht so wirkungsvoll gewesen, wenn er an seiner Seite und im Hintergrund nicht Profis gehabt hätte, die in der Lage waren, seine Ideen umzusetzen."

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