Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Waffenrecht

Bielefeld (ots) - Wie lange hält der Stimmungswandel? Sollten sich die Bürger der USA tatsächlich dazu durchringen, in ihren Häusern abzurüsten? Präsident Barack Obama muss sich wenige Tage nach dem Blutbad von Newtown an die Spitze der Vernünftigen stellen, die das Waffenrecht in den USA reformieren wollen. Wenn es tatsächlich bei der Waffenlobby ein Umdenken geben sollte - Zweifel bleiben - müssen deren Vertreter beim Wort genommen werden, geben sie doch vor, Ereignisse wie Newtown verhindern zu wollen. Was haben Sturmgewehre, wie sie der Amokläufer Adam Lanza benutzt hat, in der Hand von Privatpersonen zu suchen? Nichts. Wer unbedingt den Schießsport betreiben will, kann auf andere Gewehre zurückgreifen. Nicht das Recht auf Waffen muss im Wundergrund stehen, sondern das Recht der Bürger, im Kino, in einer Schule oder in einem Einkaufszentrum nicht das Opfer eines schießwütigen Killers zu werden. Aber das in die Köpfe der Amerikaner zu bekommen, wird die Obama-Regierung viel Kraft kosten. Doch wenn nicht heute, wann dann sollten sie mit der Überzeugungsarbeit anfangen?

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