Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Oetker

Bielefeld (ots) - Für viele Menschen steht der Name Dr. Oetker in erster Linie für Lebensmittel: Backpulver, Backmischungen, Puddingpulver, Fertigdesserts. Dazu Pizza, Sekt und Bier. Dass Oetker fast die Hälfte seines Umsatzes in der Schifffahrt erwirtschaftet, weiß nur der, der sich regelmäßig informiert. Mit diesem Dickschiff hat die Oetker-Bilanz aber auch Schlagseite erhalten. Die knapp 500 Millionen, die in neue Schiffe investiert werden, fehlen an anderer Stelle. Und die Zeiten, in denen man in der Schifffahrt gut Geld verdienen kann, sind wegen des Wettbewerbs auf den Weltmeeren selten geworden. Es gibt also gute Gründe, warum Oetker Fusionsgespräche führt. Andererseits muss das Familienunternehmen aufpassen, dass es nicht nur negative Schlagzeilen produziert. Zuletzt spekulierte das »Manager-Magazin« über Familienzwist. Hinzu kommen der Rückzug von Douglas, die Niederlage im Paula-Pudding-Streit mit Aldi und eben die Krise in der Schifffahrt. Da gerät schnell in Vergessenheit, dass Oetker gerade erstmals die Zehn-Milliarden-Umsatzgrenze überschritten und einen soliden Gewinn erwirtschaftet hat.

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