Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Griechenland

Bielefeld (ots) - Verbalattacken in der Öffentlichkeit, Zugeständnisse im stillen Kämmerlein. Im Ringen um seine Rettung scheint Griechenland in letzter Minute doch noch die Kurve zu kriegen. Der Unterschied zwischen Handeln und Verhalten ist ein Stück weit sicher dem großen Druck der protestierenden Bevölkerung geschuldet. Da ist ein Feindbild, ein Sündenbock außerhalb des eigenen Landes, eine nur allzu willkommene Gemeinsamkeit. An der Sache selbst ändert das nichts. Die katastrophale Lage in Griechenland ist vor allem selbst verschuldet. Weniger vom Volk, das die Folgen jetzt ausbaden muss, als von Politik und Staatsapparat. Auch in diesen Wochen hat sich immer wieder gezeigt, wie schwer sich die Verantwortlichen in Athen mit konkreten Schritten tun und wie sehr es des Druckes von außen bedarf. Dass Deutschland besonders im Blickpunkt steht, ist seiner Stärke geschuldet. Neben der Forderung nach konkreten Reformen ist es dabei genauso wichtig, Verständnis für die Nöte der Griechen zu zeigen. Im Gegenzug darf aber auch Respekt verlangt werden. Schuldzuweisungen und Beschimpfungen dienen keinem.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: