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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Minijobs:

Bielefeld (ots)

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Hinter dem deutschen Jobwunder stehen auch Menschen, die die allgemeine Begeisterung nicht teilen können. Wenn 90 Prozent der Minijobber nur einen Ministundenlohn erhalten, gibt es Fehler im System. Was ursprünglich als Brücke in den regulären Arbeitsmarkt gedacht war, führt in die Sackgasse. Nach dem Gesetz sollen Minijobber bei gleicher Arbeit den gleichen Lohn wie Vollzeitkräfte erhalten. Auch hier zeigt sich, wie geduldig das Papier ist, auf dem diese Vorschriften festgelegt sind. Dabei würden viele Beschäftigte gern länger arbeiten. Es gibt aber dafür keine Angebote. Für Unternehmen sind die Minijobber ein Segen: geringer Lohn, flexibel einsetzbar, und für die Sozialkassen sind nur geringe Beiträge fällig. Selbst wenn einige Beschäftigte froh sind, überhaupt einen Job gefunden zu haben, so kommt die Rechnung spätestens im Alter. Wer nicht über den Ehepartner abgesichert ist, kann als Ruheständler nicht von der eigenen Rente leben. Will der Staat die Altersarmut verhindern, wird er einspringen - noch ein Grund zur Systemänderung.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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