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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Talfahrt an den Börsen

Bielefeld (ots) - Nach der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's war klar, dass jetzt erst ein Mal alle Kraft auf die Verteidigung gelegt werden musste. Angesichts der nervösen Märkte war ein Crash durchaus im Bereich des Möglichen. Als Vorstopper der Finanzwelt trat in dieser Situation mal wieder der Chef der Europäischen Zentralbank auf. Wie Jean-Claude Trichet den drohenden Verfall der spanischen und italienischen Staatsanleihen verhindert hat, war beeindruckend. Auf der anderen Seite ist das permanente gefährliche Spiel, in dem europäische Gelder zur Finanzierung von Anleihekäufen herangezogen werden, ziemlich risikoreich. Aus der gelben Karte für den Euro könnte eine gelbrote werden. Die Politiker sind - in Europa genauso wie in den USA - im Augenblick vor allem damit beschäftigt, eigene Fehler zu korrigieren und das Schlimmste zu verhindern. Es wird Zeit, dass aus Reaktionen wieder Aktionen werden. Dazu allerdings müssten sich die Politiker rund um den Globus zusammenraufen und gegenüber Anlegern und Spekulanten mit einer Stimme sprechen.

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