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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Wirtschaftswissenschaften in OWL

Bielefeld (ots) - Hundert Jahre lang ist der universitäre Abschluss des Diplom-Kaufmanns Türöffner für den Weg in die Führungsetagen der Wirtschaft gewesen. Solide, tief gehend und weitreichend schuf er eine Klasse von Managern, die sich verstand. Dem Diplom-Kaufmann, auch wenn er »frisch von der Uni« kam, musste man vieles nicht erst lange erklären. Inwieweit der Bachelor den Anforderungen gerecht wird, muss man abwarten. Schließlich ist es noch nicht lange her, dass die ersten Studienabgänger ins Berufsleben eintauchten. Doch egal wie das Ergebnis aussehen wird: Ein Zurück zum alten Dipl.-Kaufmann und Dipl.-Betriebswirt gibt es nicht. Deshalb ist es gut, dass die Hochschulen nicht abwarten, sondern mit eigenständigen Zusatzangeboten wie dem MBA möglichen Defiziten vorweg entgegentreten. Für sie gibt es keine Elfenbeintürme mehr. Gut für Ostwestfalen-Lippe ist es, dass die zwei großen heimischen Universitäten etwa bei der Schaffung zusätzlicher MBA-Angebote kooperieren. Dies nützt beiden - und der Region. Noch vor wenigen Jahren hätten die Kirchtürme zwischen Bielefeld und Paderborn dies verhindert.

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