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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "Stromanbieter-Wechsel"

Bielefeld (ots) - Da ist der Bundesnetzagentur offenbar der Kragen geplatzt: 650 000 Euro soll eine Eon-Regionalgesellschaft zahlen, weil sie den Wechsel von Verbrauchern zu anderen Stromanbietern behindert haben soll. Mit dieser saftigen Strafe setzt die Behörde ein Zeichen. Es muss ernst gemacht werden mit dem Wettbewerb! Binnen vier Wochen soll normalerweise ein Wechsel von einem Stromanbieter zu einem anderen über die Bühne gehen. Technisch dürfte das auch dann kein Problem sein, wenn die Zahl der Wechselwilligen kurzzeitig kräftig steigt. Genau das geschah nach dem Beschluss für längere Atomlaufzeiten. Hunderte Stromkunden wollten weg von den großen Vier - also Eon, RWE, Vattenfall und Enbw. Viele entdeckten ihre Sympathien für den Ökostromanbieter Lichtblick, von dem auch der Bundestag seinen Strom bezieht. Hat die Eon-Tochter hier also bewusst gemauert? Das Problem sitzt tiefer. Bei der Liberalisierung des Strommarktes vor zwölf Jahren wurde nicht genug darauf geachtet, Stromanbieter und Netzbetreiber strikt zu trennen. Um den Wettbewerb zu beflügeln, ist genau das notwendig.

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