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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Benaissa-Urteil

Bielefeld (ots) - Zwei Jahre Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt sind, hat das Gericht Nadja Benaissa auferlegt. Ein Urteilsspruch, der durchaus als angemessen anzusehen ist. Anders die Festnahme der jungen Frau 2009 in einem Nachtclub sowie die anschließenden Verlautbarungen der Staatsanwaltschaft über die HIV-Infektion und die Zahl der Partner, mit denen Benaissa ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte. Das war deutlich überzogen. Im Gegensatz dazu hat das Gericht nun Augenmaß bewiesen. Zweifelsohne steht fest, dass bei einvernehmlichem Sexualverkehr, geschützt oder ungeschützt, beide Seiten für ihr Handeln selbst verantwortlich sind. Doch jemand anderen dabei ohne dessen Wissen bewusst in Gefahr zu bringen, liegt allein in der Verantwortung einer Person. Und die macht sich damit schuldig. Das war - nicht nur in einem Fall - Nadja Benaissa. Ein (auf)klärendes Wort zur rechten Zeit - und diesen Prozess hätte es nicht gegeben. Da die Sängerin aber keinesfalls absichtlich die Krankheit verbreitet hat und erkennbar Reue zeigt, wird das Strafmaß von allen Beteiligten akzeptiert. Das ist gut so.

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