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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Aufschwung

Bielefeld (ots) - Wer hätte das gedacht: Kaum ist das Schlimmste der Krise überwunden, da brummt die Wirtschaft plötzlich wieder. So erfreulich und überraschend die wirtschaftliche Entwicklung ist, so erstaunlich, dass die Bundesregierung selbst davon nicht profitieren kann. Während Deutschland wieder Wachstums-Lokomotive in ganz Europa ist, plagt sich gleichzeitig die Regierung mit ganz miesen Umfragewerten herum. Und mittendrin Bundeskanzlerin Angela Merkel, die uns zwar aus der Krise geführt hat, selbst aber noch immer als Kanzlerin und CDU-Chefin in einer tiefen Krise steckt. Vier Gründe sind es, die belegen, warum Deutschland schon wieder so stark auf Wachstumskurs ist. Erstens: Deutschland hat im Export wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Da die asiatischen Schwellenländer von der weltweiten Krise nahezu verschont geblieben und scharf auf deutsche Produkte sind, brummt unser Exportgeschäft wieder. Zweitens: Anders als in den USA gab es in Deutschland keine Verbraucherkrise. Die Deutschen haben nicht wie die Amerikaner jahrelang auf Pump gelebt. Somit hat die Binnenkonjunktur aufgrund des wachsenden Konsums wieder stark Fahrt aufgenommen. Drittens: Zahlreiche Firmen in Deutschland haben sich regelrecht gesund gespart. Vor allen Dingen die mittelständischen Unternehmen, die ja das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sind, investieren wieder kräftig. Viertens: Die Bundesregierung hat eine gute Wirtschaftspolitik gemacht. Sämtliche Maßnahmen wie Konjunkturpakete, Kurzarbeiterregelung und Abwrackprämie haben dazu geführt, dass wir bereits ein derart rasantes Wachstum haben und besser dastehen als andere Länder. Angela Merkel beendet am Wochenende ihren Sommerurlaub, den sie in den Bergen Südtirols verbracht hat. Die Kanzlerin wird sich freuen, dass es wieder aufwärts geht in Deutschland. Für sie kommen die hervorragenden Wirtschaftszahlen genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit einem Aufschwung im Rücken kann sie die politische Bühne gestärkt betreten und selbst den Weg aus der eigenen Krise und der ihrer Partei angehen. Dazu bedarf es jedoch weniger Streit und mehr guter Politik. Ihre besten Minister, Karl-Theodor zu Guttenberg und Ursula von der Leyen, haben schon einmal damit angefangen. Der radikale Umbau der Bundeswehr mit Einsparungen von mehr als acht Milliarden Euro und die Einführung der Bildungs-Chipkarten für Kinder aus »Hartz IV«-Familien sind richtige Maßnahmen, die mit dazu beitragen können, dass Angela Merkel und ihre Regierung den Weg aus der eigenen Krise finden. Am Montag wird Merkels neuer Sprecher Steffen Seibert in sein Amt eingeführt. Er soll die Politik der Kanzlerin besser verkaufen. Der Neuanfang im Wirtschaftswunderland Deutschland kann also beginnen. Es gibt viel zu tun. Packen Sie es an, Frau Merkel!

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