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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Bildungsgipfel

Bielefeld (ots) - Bildung und Forschung zahlen sich aus. Für den Einzelnen, für die Volkswirtschaft, für das Sozialsystem. Darüber herrscht Konsens über alle Parteigrenzen hinweg. Dass der versprochene Beschluss über die Aufstockung der Ausgaben für Bildung und Forschung abermals um ein halbes Jahr verschoben wird, ist bedauerlich, aber noch nicht dramatisch. Notwendig ist ein fairer, langfristiger Kompromiss zwischen Bund und Ländern. Alarmieren hingegen muss der Umstand, dass Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) als erster prominenter Landespolitiker grundsätzlich das Ziel infrage stellt, die Ausgaben für Forschung und Bildung auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen: Da es in Zukunft immer weniger junge Menschen gebe, drohe ein Generationenkonflikt mit der wachsenden Zahl von Älteren, zu deren Lasten die Bildungsausgaben gingen. Wer aber soll die Rente der Älteren zahlen, wenn nicht die Jüngeren? Und wie sollen die diese wachsende Last schultern, wenn nicht durch immer höher qualifizierte Berufe? Unland spielt mit dem Feuer. Wo bleibt der politische Löschtrupp?

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