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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Israel

Bielefeld (ots) - Israel hat gelernt. Knapp eine Woche nach dem blutigen Desaster bei der Erstürmung eines türkischen Hilfsschiffs vor der Küste von Gaza haben israelische Soldaten erneut ein so genanntes Hilfsschiff geentert. Diesmal ist kein Blut geflossen. Das aber lag nicht allein an den propalästinensischen Aktivisten an Bord der »Rachel Corrie«, sondern auch an den Einsatzkräften, die zwar bestimmt, aber ohne einen Schuss abzugeben, den Frachter enterten. Eine Wende im Kampf um die öffentliche Meinung zugunsten Israels ist dennoch nicht auszumachen. Die neun toten Aktivisten haben den jüdischen Staat in die Rolle des Angreifers gedrängt, der auf Friedenskämpfer schießt. Dabei ist klar, dass es den Gaza-Unterstützern nicht darum geht, die palästinensische Bevölkerung mit Hilfsgütern zu versorgen, sondern Israel zu provozieren. Das haben sie geschafft, nicht aber, die Seeblockade zu brechen. Schwächen will Israel die radikal-islamische Hamas, trifft damit aber die palästinensische Bevölkerung. Deshalb wird Israel das Embargo des Gazastreifens bald schon lockern müssen.

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