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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zur Auschwitz-Stiftung

Bielefeld (ots) - Wenn man »das Böse«, den dunkelsten Ort der Menschheitsgeschichte, lokalisieren sollte, es müsste das Todeslager Auschwitz sein. Nirgendwo sonst gab es eine industrielle Menschenvernichtung solch monströsen Ausmaßes. Wer einmal durch das Tor des Stammlagers gegangen ist, an den Gleisen in Birkenau stand, wird das nicht mehr vergessen. Diese nicht einfach zu verarbeitenden Eindrücke wollen die neue Stiftung des Ehepaares Bethe und ihre Unterstützer jedem Schüler in NRW zumuten - und sie tun gut daran. Denn mit der Wirkmacht dieses Ortes kann nichts anderes konkurrieren, formuliert es ein weiterer Mitinitiator, Jürgen Rüttgers. Die Augenzeugen, die vom Grauen Zeugnis ablegen können, sterben aus. Erst recht kein Film, kein Buch, kein Geschichtsunterricht kann die Negation der Menschlichkeit so eindringlich vermitteln, für die Auschwitz steht. Muss das sein, 65 Jahre nach Kriegsende? Kann nicht endlich Schluss sein? Diese Kritik wird es geben. Aber es geht nicht um Buße. Es geht darum, sich der Geschichte zu stellen, so groß diese Zumutung auch sein mag.

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