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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Schreiber-Prozess

Bielefeld (ots) - Der Waffenverkauf ist ein einträgliches Geschäft. Wer es betreibt, muss viele wichtige Leute kennen, ihre Nähe suchen und wenn es sein muss, deren Freundschaft erkaufen. Umgerechnet fast 65 Millionen Euro hat nach Angaben des Augsburger Landgerichts Karlheinz Schreiber für Flugzeug- und Panzergeschäfte an Provisionen kassiert, an Günstlinge verteilt, aber nicht versteuert. Dass dieses Sparmodell mit Tarnkonten und Scheinfirmen strafbar ist, wusste auch Schreiber. Hals über Kopf hatte er vor 17 Jahren das Land verlassen und sich in Kanada vor deutschen Richtern immer wieder zu wehren versucht. In seiner neuen Heimat konnte Schreiber reden und vor allem CDU und CSU immer wieder mit angeblichen Enthüllungen drohen. Schließlich war er es, der die CDU-Spendenaffäre ins Rollen gebracht hatte. Vor Gericht wusste Schreiber nicht viel zu sagen. Auch gestern nach dem Urteil war der Trickser sprachlos. Mit einer Verurteilung, nicht aber mit acht Jahren Haft hatte er gerechnet. Er hielt sich für so schlau, nie erwischt zu werden. Gestern wurde er von der Gerechtigkeit besiegt.

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