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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Krawallen am 1. Mai

Bielefeld (ots) - Wer die Bilder verletzter Polizeibeamte, eingeschlagener Schaufenster und brennender Autoreifen sieht, mag den Beteuerungen der Sicherheitskräfte kaum glauben: In diesem Jahr waren die Randale im Vergleich zu den Vorjahren nicht so schlimm. Das liegt nicht daran, dass linke Schläger oder der Pöbel von Rechtsaußen plötzlich von der Einsicht erfasst werden, Gewalt habe keinen Sinn. Leider nicht. Es sind die Polizeikräfte aus dem ganzen Land, denen der Dank dafür gebührt, dass noch Schlimmeres verhindert wurde. Wenn andere den Feiertag genießen oder friedlich demonstrieren, werden die Beamten in die Schwerpunktstädte Berlin und Hamburg geschafft, um sich fliegenden Steinen und Flaschen auszusetzen. Was ist die Alternative? Sicher kein generelles Demoverbot am Tag der Arbeit. Aber die Innenminister sollen nicht nur ständig härtere Strafen fordern, sondern diese endlich durchsetzen. Schläge mit einer Eisenstange auf einen Beamten sind keine Körperverletzung, sondern versuchter Mord.

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