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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zur Neuen Grippe

    Bielefeld (ots) - Laut Weltgesundheitsorganisation ist die Neue Grippe (»Schweinegrippe«) in mehr als 200 Ländern oder Regionen ausgebrochen. Die Zahl der Todesfälle weltweit wird auf 17 000 geschätzt. Es sollte also unstrittig sein, dass die Warnung vor einer solchen Gefahr angebracht war. Und wer die Menschheit vor einer hoch ansteckenden Krankheit schützen will, muss auch für rechtzeitige massenhafte Herstellung von Impfstoff sorgen. Wer heute sagt, er habe damals gewusst, dass das Virus sich als weit weniger gefährlich als angenommen herausstellen würde, handelt unseriös. Dieses Fehleinschätzungsrisiko besteht bei einem sich verändernden Krankheitserreger wie dem Influenzavirus nun einmal. Richtig ist, dass die Verträge mit den Herstellern offenbar in der Regel eher unternehmensfreundlich ausgefallen sind, was Lieferfristen und Abnahmemengen angeht. Doch hier sei an die Lage im Frühsommer 2009 erinnert, als jeder Staat versuchte, für seine Bürger das Beste herauszuholen - und die Pharmaindustrie am längeren Hebel saß. So ist das mit Angebot und Nachfrage in einer Marktwirtschaft. Die Alternative sind staatliche Zwangsmaßnahmen.

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