Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Diskussion um Jürgen Rüttgers

    Bielefeld (ots) - Das kann ins Auge gehen. Der Generalsekretär der Landes-CDU, Hendrik Wüst, hat Jürgen Rüttgers kurz vor der Landtagswahl in eine äußerst heikle Lage gebracht. Wer Gespräche mit dem Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen zum Festpreis von 6000 Euro anbietet, weiß offenbar nicht, was er tut. Nur Dummheit, Ungeschick und Naivität können Wüst den Blick dafür verstellt haben, dass hier der Ruch von Käuflichkeit oder unsauberen Parteispenden aufkommt. Rüttgers hat sofort das schriftliche Meet-and-Greet-Angebot für den kommenden Landesparteitag in den Schredder geworfen. Dem Landesvorsitzenden darf man glauben, dass er selbst von der Aktion nichts gewusst hat. Denn: Jürgen Rüttgers wäre ein solch kapitaler Fehler nie unterlaufen. Alle Parteien werben um Aussteller auf ihren Parteitagen. Der Rundgang des Vorsitzenden ist selbstverständlich, auch Fotos lässt man gerne zu. Mag sogar sein, dass der jeweilige Schatzmeister anschließend einen regulären Spendenscheck verbuchen darf. Das ist in Ordnung - solange nicht Vorkasse verlangt wird. Alle wissen das, nur nicht Hendrik Wüst, dessen jetzt überfälliger Rauswurf womöglich zu spät kommt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: