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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Missbrauchsfällen

    Bielefeld (ots) - Heute will die Opferbeauftrage des Jesuitenordens bekanntgeben, wieviele Menschen sich in den vergangenen Wochen mit Missbrauchsvorwürfen bei ihr gemeldet haben. Ob hinter jeder dieser Anzeigen tatsächlich ein Verbrechen steckt, wird sich in etlichen Fällen nicht mehr klären lassen. Denn viele Taten sind verjährt, und deshalb wird kein weltliches Gericht mehr über Schuld oder Unschuld entscheiden. Wollen die Opfer dennoch ihren Frieden finden, sind sie darauf angewiesen, dass die Täter den Kindesmissbrauch gestehen. Im Interesse der Opfer sollte die Kirche ihren schwarzen Schafen diese Chance eröffnen, indem sie sie als Gegenleistung für ein Geständnis weiterbeschäftigt. An Orten, an denen ihre Pädophilie keine Gefahr birgt, etwa hinter Klostermauern. Die Allgemeinheit wäre vor den Tätern geschützt, und die Opfer hätten zumindest die Genugtuung, als solche anerkannt zu sein und nicht länger zweifelnden Blicken ihres Umfelds ausweichen zu müssen. Denn die gibt es leider, wie Missbrauchsopfer berichten.

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