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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Google:

    Bielefeld (ots) - Ganz gleich, ob Google seine Ausstiegsdrohung gegenüber Peking wahr macht oder nicht, der Suchmaschinen-Riese hat gestern weltweit reichlich Sympathiepunkte gesammelt. Das war auch nötig, denn die modernen Info-Sammler und -Jäger aus dem US-amerikanischen Mountain View waren selbst dabei, als Datenkrake in Verruf zu geraten. Jetzt wo sie zum Ziel der Ausforschung geworden sind, hörte offenbar der Spaß auf. Es ist gut, dass Google die massiven Hacker-Angriffe auf sich, aber auch auf 20 andere Großunternehmen öffentlich machte. In allen Fällen geht es um Quellcodes, Betriebsgeheimnisse und Lizenzklau. Nichts davon ist wirklich neu. Wirklich aufhorchen lässt die Bereitschaft eines Global Players, auf den Riesenmarkt China verzichten zu wollen, weil ausländische und nicht willfährige Unternehmen dort keine Chance haben. Profitiert hat die Freiheit im Internet. Chinas Dissidenten und alle einfach nur Andersdenkenden dort können die Google-Drohung nicht einmal lesen. Aber ihre Freudenrufe im Netz bestätigen, dass sie sich zu informieren wissen und Hoffnung schöpfen.

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