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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Steuerrecht

    Bielefeld (ots) - Wir befinden uns im Dickicht der deutschen Steuergesetzgebung: Rentner, die zuviel Steuern gezahlt haben; Arbeitnehmer, die die trotz Steuersenkung mehr zahlen müssen; und berufstätige Ehepaare, die das Faktorverfahren zur monatlichen Besteuerung wählen können. Das sind drei aktuelle Beispiele. Den Durchblick dürften mittlerweile nur noch Experten haben. Otto-Normalbürger hat es angesichts der vielen Paragrafen und Ausnahmeregelungen sowie der umständlich aufbereiteten Formulare zunehmend schwerer, seine Steuererklärung zu machen. Fehler sind programmiert. Das haben die Stichproben des Finanzamtes gezeigt, die sich die Steuererklärungen der Rentner vorgenommen haben. Das System ist schlicht zu kompliziert. Das gilt auch für das neue Faktorverfahren. Schon das Wort schreckt ab. Schlimmer aber ist, dass es Finanzverwaltungen und Bürgern nur mehr Arbeit bereitet und am Ende nichts bringt. Kein Steuervorteil, kein Steuernachteil - jedenfalls auf Jahressicht. Wir sind weit weg vom Bierdeckel-Vorschlag des Friedrich Merz. Die Vereinfachung des Steuersystems bleibt Utopie. Wo sind die Politiker, die das Thema anpacken?

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